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Mensch und Erde - Wege zu einem inneren Klimawandel; Fotos vom 13.05.2010 in Bonn
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Bericht über das Symposium am 13. Mai in Bonn "Mensch und Erde. Wege zu einem inneren Klimawandel"
Streben nach Veränderung – Klimawandel als geistiger Impuls
Der Titel des Symposiums am 13. Mai in Bonn gibt Anlass zu der Frage:
Gibt es viele Wege? Oder sind alle Wege ein einziger? Ist der Weg der
Sufis anders als der von Buddhisten, Manichäern, Anthroposophen
oder Rosenkreuzern?
Jeder Weg hat einen Ausgangspunkt. Wiederum fragen wir uns: Was wissen
wir überhaupt?
Der Rosenkreuzer Axel Janßen sagt: "Der Verstand kann das
Wirkliche nicht erfassen." Mit Hilfe von Modellen und Analogien
versuchen wir, uns der Wirklichkeit anzunähern. Wir können die
Erde auf diese Weise als selbstregulierendes System erfassen, als
komplexen Organismus, der ebenso wie der Mensch aus grob- und
feinstofflichen Körpern besteht. Der Mensch wirkt umfassend, auf
der materiellen Ebene wie auch auf den subtileren Ebenen durch seine
Gedanken und Gefühle. Doch haben wir uns schon einmal gefragt,
welche Art von Klima wir auf diese Weise schaffen?
Wer von uns ist ohne Angst und innere Unfreiheit, frei von den negativen Gedanken und Gefühlen, die daraus entstehen? Dies hat nicht nur Auswirkungen auf unsere eigene physische Befindlichkeit, auch auf die unseres Planeten. Fest steht: Die Erde ist Veränderungen unterworfen. Wir können die Erderwärmung als Symptom einer sehr viel größeren Entwicklung begreifen. Doch überschauen wir diese? Wie gelangen wir zu neuen Einsichten, die uns befähigen, zu einer positiven Entwicklung beizutragen?
Am Anfang steht die Achtsamkeit, sagt der Buddhist Dr. Paul Köppler. Mit Hilfe der Achtsamkeit können wir die Fähigkeit entwickeln, uns einem Menschen oder einer Sache ganz zuzuwenden und diese wahrhaft sehen zu lernen. Etwas wahrhaft zu sehen bedeutet, die Einheit mit dem Objekt der Aufmerksamkeit zu erfahren.
Ungeteilte Aufmerksamkeit ist der Ausgangspunkt für Roland van Vliet, der sich intensiv mit dem Gedankengut Manis und Rudolf Steiners befasst hat. Ungeteilte Aufmerksamkeit bedeutet, den ganzen bekannten Raum zu sehen, zu hören und ohne zu denken mit dem ganzen Körper zu fühlen. Dies führt zu einer Meisterschaft über das Denken, die in der Liebe zu dem Erkenntnisobjekt vollkommene Identifizierung ermöglicht.
Indem wir uns öffnen, leer werden in Bezug auf unsere alte, verfestigte Lebensweise, können wir einen Raum schaffen, das Andere, das ursprünglich Geistige, in uns zu erfahren, so fasst Axel Janßen seine Erfahrungen in Worte.
"Selbst nach der Wahrheit zu forschen, in der eigenen und der umgebenden Natur", so beschreibt Firos Holtermann ten Hove eine Grundhaltung der Sufis. Konzentration, innere Reinigung und das Loslassen alter Muster helfen, das Herz zu öffnen für die wahre Natur des Lebens, für die Schönheit und die Freude Gottes, sich in uns zu entdecken.
Aufmerksamkeit, Achtsamkeit, Andacht, diese Worte deuten auf den Beginn eines Geschehens hin, für das es eigentlich keine Worte gibt. Weil das so ist, findet jeder Mensch eine andere Sprache. Doch in der Tiefe unterhalb der Worte, in der Höhe oberhalb des Denkens, wird Wahrheit gemeinsam, unteilbar: Sich zu öffnen für das Wirkliche, weit zu werden für das Andere, für den Menschen neben uns, für den Boden unter unseren Füßen und die Naturreiche um uns herum, ist der Beginn einer neuen Ein-Sicht, eines neuen Handelns. Ist unser Beitrag zu einem Neuen Himmel und einer Neuen Erde.
Es sind nicht Worte, die uns dort hinführen, nicht
Glaubenssätze. Was zählt, ist das eigene innere Er-Leben.
Jeder einzelne, als Teil der Menschheit, der Erde, des Alles-Was-Ist.
Für die ca. 150 Teilnehmer am Symposium war es ein anspruchsvoller und anregender Tag.






