Newsletter April 2009
Höher und höher windet sich der Weg empor, an vielen
Serpentinen eröffnen sich neue atemberaubende Aussichten.
Schließlich gelangt man zu einem Gebäude, das einst ein
großes Grand Hotel war, erbaut um die Jahrhundertwende vor etwa 110
Jahren. Weit geht der Blick über die Wasserflächen des Genfer
Sees, links mächtige schneebedeckte Berge und zu unseren
Füßen eine Wiese mit Frühlingsblumen.
Lieber Leser,
das ist der rechte Ort für ein Symposium zum Thema
Maria Magdalena – das Universum der Seele.
Es findet am Wochenende vom 25./26. April 2009 im Konferenzzentrum des
Lectorium Rosicrucianum in Caux/Montreux (Schweiz) statt.
Maria Magdalena war 1700 Jahre lang wie unter Nebelschwaden verborgen.
War sie nicht die Sünderin und Prostituierte, und durch Jesus zur
Buße und Umkehr gelangte? So hatte es die Kirche ab dem Ende des 6.
Jahrhunderts dargestellt. Erst Ende der Sechziger Jahre des 20.
Jahrhunderts wurde diese Sicht offiziell korrigiert.
Seit einigen Jahren erscheint eine Flut von Büchern aller Art
über sie und werden Kongresse und Events unterschiedlicher Art
über sie durchgeführt. Warum? Wir leben in einer Zeit, in der
vieles ans Licht kommt. Und wir benötigen eine befreiende
Perspektive.
1945 wurde in Ägypten bei Nag Hammadi eine ganze Anzahl gnostischer
Schriften aus der
Frühzeit des Christentums entdeckt. In ihnen tritt eine Maria
Magdalena auf, die die Vertraute des Herrn ist und den anderen
Jüngern die Mysterien erklärt. Durch diese Funde trat eine
Schrift ins Bewusstsein, die schon gegen Ende des 19. Jahrhunderts, vor
etwa 110 Jahren, aus dem Sand der ägyptischen Wüste
aufgetaucht war: das Evangelium nach Maria.
Die geheimnisvolle Maria Magdalena erweist sich als apostola
apostolorum, die höchste der Apostel. In einer der Schriften
aus Nag Hammadi wird sie als Frau bezeichnet, die das All kennt.
Die Referenten des Symposiums – es sind überwiegend Referentinnen –
haben sich vorgenommen, die Teilnehmer auf dem Weg der Maria Magdalena
in das Universum der Seele hineinzuführen. Die Seele ist das
weibliche Element im Verhältnis zum göttlichen Geist. Ist es
nicht klar, dass ihr Weg zur geheimnisvollen Hochzeit führt?
Haben Sie Zeit, haben Sie Lust, an einem Wochenende diesen Weg zu
erleben? Er führt serpentinenartig hinauf - vom vergänglich
Weiblichen zum Ewig-Weiblichen.
Wir wünschen Ihnen wunderschöne Ostertage!
Ihre Stiftung Rosenkreuz