Newsletter Oktober 2008

08.10.2008

Liebe Leserin, lieber Leser,

bekanntlich läuft alle meditative Praxis darauf hinaus, der Gedankenflut Einhalt zu gebieten und sich dadurch die innere Welt zu erschließen. Aktuell ist es vor allem auch Eckhart Tolle, der diesen östlichen spirituellen Ansatz dem heutigen westlichen Menschen erschlossen hat durch den Rat, aus der Zeitgebundenheit auszusteigen durch eine Bewusstseinsfokussierung auf das Jetzt, den aktuellen Augenblick.

Das ist sicherlich ein ganz wesentlicher Ansatz, um die zeit-räumliche Erscheinungswelt zu transzendieren und sich für den Weg aus der Illusion in die göttliche Einheit zu öffnen. Dabei begegnen wir allerdings erheblichen Schwierigkeiten. So ohne weiteres können wir uns aus der Sinnenwelt und unserem Selbstbehauptungstrieb im täglichen Leben nicht verabschieden. Um wirklich loslassen zu können, müssen wir den Weg der Erfahrung und Erkenntnis in dieser Welt gehen – das ist wohl auch letztlich ihr einziger Sinn.

So ist es sinnvoll und nützlich, dass wir aus unseren Erfahrungen ebenso wie aus den Erfahrungen der Menschheit allgemein lernen und dabei zu Erkenntnissen reifen, die uns schließlich befähigen, wirklich "loslassen" zu können. Eine große Hilfe sind dabei Menschen der Vergangenheit, seien es große Menschheitslehrer, Mystiker oder Philosophen, die ihrer Zeit meist weit voraus waren und eine überzeitliche Botschaft übermittelten.

Zu diesen Gestalten möchten wir auch Paracelsus zählen, der vor 500 Jahren in ganz Europa wirkte und seine Zeitgenossen in begeisterte Zustimmung und schroffe Ablehnung polarisierte. Heute findet er als Wegbereiter der Homöopathie und spagyrischer Heilmethoden fast ungeteilte Anerkennung; zahlreiche Krankenhäuser und Apotheken benennen sich nach ihm. Über seine ärztliche Genialität hinaus verstand er sich aber vor allem auch als Seelenarzt. Das hermetische Axiom "Wie oben, so unten" wandte er auf die Kräfte der göttlichen Welt an, die sich – in Pflanzen und Metallen – in unserer irdischen Welt ausdrücken. Er weist uns einen Weg, der in unserer heutigen Zeit des Umbruchs überraschend aktuelle, befreiende Ausblicke eröffnet.

Das ist auch die Thematik eines Paracelsus-Symposiums unserer Stiftung am 19. Oktober in Nürnberg unter dem Titel "Vom Sichtbaren zum Verborgenen".
Wir laden Sie herzlich dazu ein!

Ihre Stiftung Rosenkreuz