Newsletter Mai
16.05.2008
Lieber Leser,
immer wieder wachsen Menschen der Welt des Geistes entgegen, so wie
Pflanzen der Sonne. Ihr Beispiel veranlasst andere, ihnen nachzufolgen.
Valentinus aus Alexandrien (110-170) war einer der Großen. Im 2.
und 3. Jahrhundert bildeten sich rund um das Mittelmeer Akademien, in
denen die valentinianische Lehre ausgetragen wurde. Es war die Lehre des
gnostischen Christentums. In einer Vision war Valentinus der Gott, der
"Logos" in seinem Inneren erschienen.
Valentinus inspirierte Unzählige und verfasste viele Schriften. Im
4. Jahrhundert setzten die Verfolgungen ein. Die Schriften vielen der
Vernichtung anheim. Durch einen glücklichen Fund wurde in der
oberägyptischen Wüste bei Nag Hammadi im Jahr 1945 eine Reihe
von ihnen wieder entdeckt. Darunter ist das Evangelium der Wahrheit. Es
wird Valentinus zugeschrieben und zeugt von seiner Erleuchtung, seiner
Gnosis. "In ihrem Herzen wurde das lebendige Buch des Lebens
offenbar, das im Denken und im Geiste des Vaters geschrieben ist",
so heißt es darin.
Wir laden Sie herzlich ein zu einem Vortrag in der Urania in Berlin am
18. Mai. Dr. Konrad Dietzfelbinger spricht über "Der Gnostiker
Valentinus und sein Evangelium der Wahrheit". Dr. Dietzfelbinger,
Verfasser vieler einschlägiger Werke, ist ein exzellenter Kenner
des Themas. Im Anschluss an den Vortrag findet ein Gesprächsforum
zum Thema "Glaube und Erkenntnis" statt. Ein Schwerpunkt wird
dabei sicherlich der Unterschied zwischen naturwissenschaftlicher und
gnostischer Erkenntnis sein. Könnten sie sich, von verschiedenen
Seiten kommend, einander annähern?
Wir freuen uns, wenn Sie an der Veranstaltung teilnehmen!
Ihre Stiftung Rosenkreuz
Erich Franke und Gunter Friedrich