Denken im Sommer
28.07.2010 von Christa Zuch
Sommerabend am Chiemsee
Es ist Sommer! Wie lange haben wir ihn herbei gesehnt mit all dem, was
er uns schenkt!
Da ist die Fülle der Blumen mit ihren vielerlei Düften, die
Amsel singt ihr Abendlied und begrüßt den dämmernden
Morgen. Ein Morgen mit blauem Himmel, an dem weiße Wolken ihre Wege
wandern. So luftig und leicht kann jetzt die Kleidung sein und unsere
nackten Füße, mit denen wir über das Gras gehen, sagen
uns: Es ist Sommer. Artikel lesen
Weltmeister werden
30.06.2010 von Cornelia Vierkant
In diesen Tagen geht die Aufmerksamkeit nach Südafrika. Was ist es,
das uns an der Weltmeisterschaft so fesselt?
Darauf gibt es viele Antworten. Ich muss gestehen: Ich bin
Fußball-Laie. Das mag bedauerlich erscheinen. Ich weiß nur:
Man möchte gewinnen. Und wenn "wir" gewinnen, gewinnen wir
alle. Wir werden Weltmeister - oder auch nicht. Es hängt davon ab,
wie gut unsere Mannschaft ist, ob sie eine "glückliche
Hand" hat, besser gesagt: einen glücklichen Fuß, ob der
Trainer das richtige Konzept gegen die gegnerische Mannschaft entwickelt
hat, wie stark der Gegner ist, ob der Schiedsrichter unparteiisch ist
und noch von vielem anderen, auch vom Wetter. Es ist also sehr unsicher,
ob ich Weltmeister werde. Artikel lesen
Ein erschütterndes Erlebnis
07.07.2010 von Silke Karwowski
Vor ungefähr 17 Jahren hatte ich ein zutiefst erschütterndes
Erlebnis. Es führte mich eigentlich an den Tod heran, aber auch an
etwas Neues, eine Geburt. Danach fühlte ich mich selber wie neu
geboren, wie erneut inkarniert. Was in der Zeit, die vorangegangen war,
geschehen war, daran erinnerte ich mich erst wieder später ...Ich
übergab mich völlig dem, was auf mich zu kam, und ich hatte
gar keine Angst. Es war einfach nur Urvertrauen da. Ich hatte nicht
einmal Gedanken. Das Ereignis, das mich damals ereilte, ist ein tief
menschliches, man kennt es, und doch erlebt es jeder wieder anders: die
Geburt eines Menschenkindes. Artikel lesen
Der Traum von der Liebe
26.05.2010 von Claudia Döhring
Gemälde: Bettina Runge
Alle Menschen kennen Gefühle der Liebe. Wir alle lieben jemanden
oder haben schon einmal jemanden geliebt. Erleben wir dieses Gefühl
gerade neu und aktuell, fühlen wir es als ein freudiges Ziehen in
unserem Herzen, empfinden wir es tatsächlich wie einen fliegenden
Schmetterling im Bauch oder spüren es als jubelndes
Hochgefühl. Artikel lesen
WELCHE WAHL LÄSST UNS DIE KRISE?
19.05.2010 von Gabrielle Spaeth
Gottfried Wilhelm Leibniz
Was sind die Wurzeln einer Krise? Jeder Mensch hat Krisen durchgemacht.
Aus jeder Krisensituation können wir etwas lernen. Wir können
uns fragen: Woher es kommt, dass "immer ich" - wie es bei
unliebsamen Dingen im Alltag bei uns fünf Kindern hieß - in
der Krise stecke? Artikel lesen
Weihnachten ist jetzt
14.04.2010 von Christa Zuch
Voll der Freude in meinem Herzen schmückte ich zu Weihnachten das
Zimmer. Sollte es doch festlich sein für den so besonderen Tag. Es
duftete nach dem Tannenbaum, der mit Kerzen und Kugeln geschmückt
war. Ich hatte zwei Bilder, die nur für Weihnachten bestimmt waren,
ein Marienbild und einen Verkündigungsengel, und auch die Krippe
war aufgebaut. Artikel lesen
Der Philosoph
07.04.2010 von Silke Karwowski
Epikur griechischer Philosoph
"Ist der Ruf schon ruiniert, dann lebt´s sich gut und
ungeniert." zitierte eine Freundin Wilhelm Busch, nachdem ich die
Geschichte vom "Philosophen" erzählt habe. Artikel lesen
Die dunkelste Dunkelheit
27.01.2010 von Silke Karwowski
"Die dunkelste Dunkelheit erzeugt und ermöglicht unsere
lichtesten Momente.
Die Nacht gebiert den Tag."
Diese Dunkelheit habe ich in den letzten Tagen, Wochen durchgemacht.
Aber recht intensiv. Es geht nicht abrupt, sondern ganz allmählich,
dass der Tag geboren wird, dass Licht in das Leben tritt. Artikel lesen
Gier
13.01.2010 von Christa Zuch
Vielleicht hatten Sie vor Jahren auch den Filmklassiker von 1964
"Immer mit einem anderen" gesehen. Es geht in diesem Film um
einen Mann, der nicht gierig sein wollte, dies aber so gierig verfolgte,
dass er tatsächlich gierig wurde. Er wurde süchtig nach
Belohnung für alles, was er tat, und sei es noch so gering gewesen.
Ist Gier so menschlich, so sehr in uns verankert? Artikel lesen
Danke, Ludwig
30.12.2009 von Christel Maria Achenbach
Es ist ein kalter, düsterer, verregneter Morgen. Regentropfen
klatschen ans Fenster. Ein Sturmtief ist in den Nachrichten für
unser Gebiet angekündigt worden. Noch ist es nicht angekommen, aber
in meinem Inneren herrscht Unruhe. Gedanken wirbeln wie altes Laub und
bleiben durchnässt und schwer irgendwo kleben. Artikel lesen
Vom Schmerz der Trennung
09.12.2009 von Amay Franck
Seit kurzem wohne ich in einem kleinen Ort, ganz nahe an der ehemaligen
Grenze zwischen der damaligen Bundesrepublik und der DDR. Zum 20.
Jahrestag des Mauerfalls wurden an mehreren Stellen, an denen vorher die
Grenze verlief oder Wachtürme gestanden hatten, große Plakate
angebracht, die an Tag und Stunde erinnern, wann die Grenze
geöffnet wurde. In der Tageszeitung berichteten Augenzeugen von der
Grenzöffnung, vom Durchtrennen der Zäune, vom ersten Besuch im
Nachbardorf, das man zwar immer gesehen, das man aber nicht betreten
konnte, von der Freigabe der Straßen und Brücken, die vorher
blockiert waren. Artikel lesen
Eine neue Klarheit
25.11.2009 von Silke Karwowski
Es war an einem bewölkten Tag, den ganzen Vormittag und selbst am
Mittag überschattete mich etwas. Etwas Dunkles lag über meiner
Seele. Es war nicht greifbar, nicht fassbar. Ich wusste nicht, was mich
bedrängte, vermutete die Ursache in einem Ereignis am Morgen.
Selbst ein guter Freund konnte mich am Nachmittag nicht wirklich
aufheitern. Wir gingen einkaufen. An der Kasse sah ich eine junge Mutter
mit einem Kindchen im Wagen, das hatte lange schwarze Haare und sah aus
wie eine Puppe. Ich musste immer wieder in seine blutsteinfarbenen Augen
schauen. Ich wechselte ein paar Worte mit der Mutter ... Artikel lesen
Das Ewige in uns
21.10.2009 von Silke Karwowski
"Gott hat mit jedem von uns etwas gemeint, etwas versucht, und wir
sind seine Gegner, wenn wir das nicht annehmen und ihm helfen, es zu
verwirklichen." So hat sich Hermann Hesse 1941 in einem Brief an
einen Bekannten ausgedrückt. Was meint Hermann Hesse mit dieser
Aussage? Bedeutet es nicht vielleicht, dass Gott uns helfen möchte,
etwas in uns zu verwirklichen, etwas in uns zum Ausdruck zu bringen,
aber mit unserer Mitarbeit? Artikel lesen
Behüte mich vor meinen Wünschen
14.10.2009 von Amay Franck
Zwei kleine Gegenstände liegen vor mir auf dem Tisch. Ein schwarzer
Bleistift mit der Inschrift: "Protect me from what I want" und
ein kleiner Zettel mit einem Buchtitel: "Wünsch es dir
einfach" Mir scheint, als würde darin der gesamte Unterschied
zwischen dem, was ich jetzt noch bin und dem, was einmal aus mir werden
könnte, sichtbar. Artikel lesen
Der Mensch sieht sich im Spiegel, zugleich ist er der Spiegel
07.10.2009 von Silke Karwowski
Als ich noch ein Kind war, sagte meine Mutter einmal: "Die
Zweisamkeit ist das Schwerste im Leben." Und damals verstand ich
noch gar nichts davon. In einem Miteinanderleben spiegeln wir den
Mitmenschen wider und werden auch im Mitmenschen widergespiegelt.
Artikel lesen
Das Schauspielhaus
23.09.2009 von Silke Karwowski
Mit einem Freund gehe ich über das Schlossgrabenfest. Ich beobachte
die Menschen. Sie genießen die Spezialitäten an den
"Fressbuden", sitzen mit Freunden und trinken etwas, sie kaufen
Lose, wo sie ein bis zwei Meter große Stofftiere gewinnen
können, sie bewegen sich zu "überdimensional" lauter
Musik der verschiedenen Bands, auf großen Leinwänden neben den
Pavillons sehen sie die einzelnen Music-Stars vergrößert...
von den tiefen Bässen vibrieren unsere Bäuche. Artikel lesen
Mensch-ärgere-dich-nicht oder Mensch-erkenne-dich-selbst?
16.09.2009 von Michael Rüttinger
Jeder kennt dieses Spiel. Die meisten haben es schon oft gespielt. Und
sich trotz des Namens geärgert. Dennoch ist das Spiel von einem
tiefen Schleier umhüllt.
Es stammt vermutlich aus Indien, von wo aus es englische Reisende mit
nach Europa brachten. In dem 1694 erschienenen Werk von Thomas Hyde
"De Ludis Orientalibus" findet sich ein Hinweis auf dieses
Spiel, welches in Indien den Namen "Pachisi" trägt. Im
Gegensatz zu dem uns bekannten Spielbrett wird es heute noch in Indien
mit kreuzförmigen Spielbahnen, die auf Stoff aufgedruckt oder
aufgemalt sind, gespielt. Artikel lesen
Hand in Hand
09.09.2009 von Silke Karwowski
An einem Morgen im April bin ich noch einmal eingeschlafen. Da
träumte ich einen ganz wunderbaren, sehr wirklichkeitsnahen Traum:
die Hände des Mannes, den ich liebe, haben nach meinen Händen
gesucht, sie gefunden und zart berührt. Sie haben meine Hände
liebkost. Sie sind meinen Händen nicht mehr ausgewichen, sie
mussten von meinen Händen nicht mehr leise gesucht werden oder
erhofft entdeckt zu werden. Unsere Hände haben sich gefunden.
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Begegnung auf der Treppe
02.09.2009 von Silke Karwowski
An einem sonnigen Sonntag spazierten wir, in ein lebendiges
Gespräch vertieft, durch einen Park. Wir traten auf die ersten
Stufen einer Treppe, die zu einer offenen Bibliothek führt. Dort
saß ein junger, dunkelhaariger Mann, der mit einer Lektüre
beschäftigt war. Plötzlich schaute der junge Mann auf,
lächelte und sagte aus vollem Herzen: "Ja, das stimmt!!" Er
hat einen Satz von unserer Konversation vernommen: "Wo Angst ist,
ist keine Liebe. Wo Liebe ist, ist keine Angst." Wir traten in den
warmen Raum der kleinen Bücherei, schauten uns Bücher an und
lasen ein wenig darin. Wir kamen in die Stille. Beim Verlassen der
Bibliothek freute ich mich darüber, den Mann immer noch auf der
Treppe sitzen zu sehen, und wir gingen weiter.
Manchmal begegnen wir einander - auf den Wegen zu dem einen Ziel.
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Vom Fluss des Lebens
05.08.2009 von Christa Zuch
Das Leben ist wie ein Fluss, in unaufhörlicher Bewegung, immer auf
der Suche nach etwas. Der Körper verändert sich, die Gedanken
und Gefühle verändern sich, in diesem Augenblick sind wir
etwas und im nächsten etwas anderes. Die Veränderung geschieht
tagtäglich, in jeder Sekunde. Sie ist fortwährend,
allgegenwärtig. Bewegung ist ein Prinzip des Seins, des Werdens und
Vergehens. Nichts steht still, weder die kleinste Zelle in uns, noch das
Universum um uns herum. Der Fluss des Lebens trägt uns weiter, ob
wir wollen oder nicht. Wenn wir uns bewegen, fühlen wir uns
kraftvoll, authentisch und unmittelbar. Artikel lesen
Um einfach zu werden, muss man sich entfalten...
29.07.2009 von Amay Franck
Bald ist es wieder so weit. Der rote Klatschmohn wird blühen. Die
Knospe bricht dann auf und die Blütenblätter werden zum
Vorschein kommen - hauchzart, aber voller Falten und zerknittert.
Langsam werden sie sich dann entfalten und ihre Schönheit
preisgeben Artikel lesen
Im Frühling
03.06.2009 von Silke Karwowski
Einmal ging ich im Frühling in der Dämmerung durch die
hellgrüne saftige Natur unserer kleinen Ortschaft. Ein Weg mit
rotem Kies, umgeben von jung-grünen Hecken, duftendem Flieder,
entlang eines plätschernden Baches. Mich überkam ganz stark
die Sehnsucht nach dem Mann, den ich liebe. Ich dachte, wie gerne
würde ich hier mit ihm spazieren gehen, vielleicht sogar Hand in
Hand. Dann sprach eine andere Stimme in mir: Es tut gar nicht not, hier
in dieser kleinen Welt mit einem seelenverwandten Menschen zu spazieren.
Unsere Seelen sind über die Welt hinaus, über die Zeit hinaus
verbunden. Es ist etwas, das viel höher und unaussprechlicher ist.
Unsere Seelen gehen einen Sternengang, vielleicht mit vielen anderen
Seelen.
Ich bin gar nicht mehr traurig ...
Ich sehe aber, wie die Menschen hier mit ihren Sehnsüchten gefangen
leben: neben den Freuden der Begegnung die Schmerzen der Trennung. Und
die Freuden des Friedens und der Liebe neben den Schmerzen des Streites
und des Sich-nicht-verstehen-Könnens. Artikel lesen
Sommerabend
17.06.2009 von Annette Kunze
Nach einem langen Arbeitstag beschließen wir, noch ein wenig Luft
zu schnappen. Ein lauer Wind weht. Es duftet nach Honigklee, nach reifen
Ähren. Ich mag diesen Weg am Waldrand mit seinem weich bemoosten
Teppich. Die Kiefern strahlen eine angenehme Wärme ab nach diesem
heißen Sommertag. Wir gehen schweigend, nehmen dankbar die Stille
auf. Das Zirpen der Grillen vermischt sich mit den ersten Vogelstimmen,
die ihr Abendlied singen. Eine Bank am Waldrand lädt zum Verweilen
ein. Artikel lesen
Weltinnenraum
10.06.2009 von Claudia Döhring
Manchmal fühle ich mich einsam. Oft dachte ich, das wäre etwas
Äußeres. Denn viel Zeit in meinem Leben verbringe ich allein.
Ich weiß nun, wirklich einsam bin ich nur, wenn ich mich nicht mit
meinem Innersten verbunden weiß. Entdecke ich diesen
"Weltinnenraum" in mir, der - wie das All - ewig, unbegrenzt,
mit allem verbunden und die reine Liebe ist, ist mein Herz weit und
offen. ES erspürt dann diesen Raum auch in jedem anderen. In jedem
Menschenherzen, in jedem Wesen, in jeder Lebenslage. Kann ich dann noch
sagen: ich bin allein? Artikel lesen
Eine Begenung
06.05.2009 von Annette Kunze
Fußgängerzone:
Tausende von Menschen.
Hektik schwirrt in der Luft
und ich mitten drin.
Das Hupen einer Straßenbahn,
die sich durch die Menge schiebt,
gellt in den Ohren. Artikel lesen
Der Unfall
29.04.2009 von Elena Vasenina
Ich sitze am Steuer meines Fahrzeugs, kurz nach dem Unfall. Mein
Körper ist verletzt, ich kann mich nicht bewegen. Mein Kind weint
bitterlich, es ist geschockt.
Kurz vor dem Zusammenstoß habe ich das Steuer meines Lebens der
Seele übergeben. Ich spürte keine Angst, keine Panik, keine
Verzweiflung. Nur eine klare Frage war in mir: Wo ist meine Seele? Soll
mein Körper sterben? Ich glaube, die Wachheit trat nach Außen.
Kräfte wurden belebt und um uns herum entstand eine leuchtende
Kugel aus unsichtbarer Materie. Keine tödlichen Kräfte konnten
in sie eindringen. Ein Wunder, eine Rettung, eine Freude ...
Artikel lesen
Mensch oder Maske
08.04.2009 von Christa Zuch
"Das Auge sieht nur Masken, nicht das Eigentliche. Immer aber, wenn
etwas geschieht, dann regt sich hinter der Maske das, was wir nicht
kennen. Wer es treffen will, muss die Maske wie eine Wand
durchstoßen", heißt es in dem Buch Moby Dick von Herman
Melville. Artikel lesen
Weder Spatz noch Taube!
11.03.2009 von Amay Franck
Lieber die Taube auf dem Dach, als den Spatz in der Hand?
Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach? Artikel lesen
Der "Lehrplan" des Lebens
25.02.2009 von Amay Franck
Durch meinen Beruf habe ich sehr viele Schulen kennen gelernt. Einmal
besuchte ich eine Schule, die wegen ihres Konzepts, ihrer Methoden und
natürlich wegen der besonders guten Leistungen der
Schülerinnen und Schüler einen Preis bekam. Damals dachte ich,
dass ich in meiner Schulzeit auch gerne in eine derartige Schule
gegangen wäre. Eine Schule, die meine Interessen gefördert
hätte, mir mehr entsprochen hätte. Artikel lesen
Das Netz
11.02.2009 von Christa Zuch
Vögel fliegen der Morgenröte entgegen. Sie können gar
nicht schnell genug weg kommen. Mit kräftigen
Flügelschlägen eilen sie davon, obwohl sie für diesen so
ersehnten Moment nicht üben konnten. Ihre Muskulatur müsste
eigentlich geschwächt sein, denn sie waren in einem Netz gefangen
gewesen. Wer war das? Wie konnte das geschehen? Fragen, Fragen ... Und
keine Antwort? Grausames Schicksal, das sie urplötzlich ihrer
Freiheit beraubt hatte? Artikel lesen
Einfach so
von Anja Döpel
Am vorletzten Ferientag:
- endlich!
Einfach so!
So?
So da sitzen. Nichts tun. Nichts tun wollen.
Schauen. Schauen nach innen, schauen nach außen.
Ruhe. Ruhe innen und außen.
Morgen ist unwichtig, gestern auch.
Das Telefon klingelt. Macht nichts. Nicht jetzt. Ich bleibe hier sitzen.
Einfach so. Artikel lesen
Fünf Minuten Ewigkeit!
31.12.2008 von Angelika Häusler
Heute ist der Himmel wolkenverhangen und es regnet in Strömen schon
den ganzen Morgen. Versonnen sitze ich am leicht geöffneten
Fenster. Gedanken darüber, wohin mein Lebensweg gehen wird, kommen
mir in den Sinn und verschwinden bald wieder. Durch das monotone
Geräusch des Regens hindurch dringt das Rauschen der Meeresbrandung
an mein Ohr. Selbstvergessen schaue ich den Regentropfen zu, wie sie
immer und immer wieder leise auf der Fensterscheibe Platz nehmen und
sich einen Augenblick später schon wieder auflösen.
Draußen hat sich ein kleiner bunter Falter zum Schutz vor dem Regen
tief in einer Sommerdünen-Blüte verkrochen ... Plötzlich
ist mir, als wenn ich träumte ... Etwas Heiliges ist in diesem
Moment ... und doch fühle ich schmerzlich, wie sehr ich getrennt
bin von ... von was denn? ... Von wem? Artikel lesen
Das Erleben der Liebe
10.12.2008 von Elena Vasenina
Wie war es noch einmal? Wie hatte ich es erlebt? Ich bin die Mutter, ich
muss dieses und jenes noch erledigen, das Kind muss gut erzogen sein, es
wächst doch ohne Vater auf; ich muss mich anstrengen, alles unter
den Hut kriegen, das Kind waschen, füttern, Pampers wechseln ...
Hin und her, dies und das, ach ja, die Nase läuft schon wieder;
irgendwie schaffe ich es nicht! Die Gefühle und Gedanken spielen
ihr Spiel mit mir, ich komme nicht zur Ruhe. Bin ich eine gute Mutter
oder eine schlechte? Keiner sagt es mir, ich fühle mich allein ...
und trotzdem muss es irgendwie weiter gehen. Ein neuer Morgen bricht an,
das Kind ist wach, Gott sei Dank hat es gute Laune, es gurgelt in seinem
Bettchen vor sich hin ... Aber ich? Wie geht es mir? Das Rad dreht sich,
krampfhafte Gedanken, deprimierende Gefühle, ein Berg von Aufgaben
...und keine Ende. So geht es von morgens bis abends und immer weiter.
Artikel lesen
Gesundsein - Rückkehr in die Ordnung.
03.12.2008 von Dr. Dagmar Maria Uecker
"Wenn wir die erste Ursache von Krankheit finden wollen, dann ist
sie ein Herausfallen aus dem Gesetz."
( Paracelsus )
Krankheit ist somit eine Dysbalance in der Ordnung unseres
Lebenssystems.
Wir haben vergessen, dass wir Teile in dem großen Hologramm des
Universums sind. Quantenphysik und neue Biologie lehren uns, dass -
ähnlich den bunten russischen Holzpüppchen, die, immer kleiner
werdend, das gleiche Bild tragen - alles ineinander verschachtelt ist.
Artikel lesen
Krankheit als Entwicklungshilfe
26.11.2008 von Dr. Dagmar Maria Uecker
Immer mehr Patienten, die meinen ärztlichen Rat suchen, stellen die
Frage:
"Was kann ich tun, damit ich gesund werde?" Der Impuls, der
hinter dieser Frage steht, ist als Signatur eines Bewusstseinswandels zu
verstehen. Kranke Menschen lernen zunehmend aus eigener Erfahrung, dass
es nicht irgend welche Pillen sind - deren Nebenwirkungen häufig
zusätzliche Krankheitssymptome bewirken -, die ihr Kranksein wenden
können. Sie nehmen vielmehr wahr, dass sie zwar diesen Körper
mit allen seinen Zellen und Funktionen haben, dass sie aber dieser
Körper nicht wirklich sind. So stellen sie sich die Frage, was im
Falle einer Krankheit eigentlich krank ist. Artikel lesen
Tod - und dann ?
05.11.2008 von Dr. Dagmar Maria Uecker
Im therapeutischen Umgang mit kranken Menschen wird man häufig mit
dem Unheilbaren konfrontiert und erlebt die betroffenen Menschen in
ihrer Auseinandersetzung mit der Sterblichkeit. Es ist auffallend, wie
häufig der Mensch, selbst wenn er von einer Existenz bedrohenden
Krankheit betroffen ist, dem Phänomen des Todes ausweicht. Die
moderne Medizin hat viele pharmakologische und technische
Möglichkeiten entwickelt, die der Lebensverlängerung dienen
und so wird der Eintritt des Todes gewissermaßen als Niederlage
empfunden. Man muss die Machbarkeitsgrenze der technischen Handhabung
des Lebens hinnehmen. Selbst wenn der kranke Mensch schon vom Sterben
gezeichnet ist, haben sich meistens weder die Angehörigen noch er
selbst auf den Tod vorbereitet. Durch die lautlose und diskrete Arbeit
der zuständigen Institutionen funktioniert in unserer Gesellschaft
alles vom Augenblick des Todes bis zu Beisetzung gewissermaßen
automatisch. In den ersten Tagen nach dem Ableben haben Trauer und
bewusste Auseinandersetzung der Hinterbliebenen mit dem Geschehen keinen
Raum, weil das Organisationsprogramm abgespult werden muss. Artikel lesen
Addio
29.10.2008 von Jutta Ingannamorte
Der Anruf.
Die Schwester ist tot. Die einzige.
Stille, innere Ruhe - und doch Räder im Kopf, die sich in der
gelebten
Vergangenheit drehen. Artikel lesen
Was mich meine Magersucht lehrte
08.10.2008 von Ofelia Robles
Als sich bei mir mit 16 Jahren Symptome von Magersucht einstellten,
konnten weder ich noch meine Familie oder die Psychologen diese
"Krankheit' deuten. Insofern ich meine Beweggründe nennen
konnte, war für die anderen schnell "alles klar", jetzt
brauchte ich ja nur noch normal zu essen und dann war das
"Problem" behoben. Dieser oberflächliche Umgang mit meinem
seelischen Schmerz, der hinter der Magerkeit steckte, zeigte mir, dass
man für gewöhnlich nur die Erscheinung der Dinge als real
betrachtete und tiefer liegende Ebenen für nicht existent
erachtete. So war ich mit meiner Seele, die weinte, also allein,
abgetrennt von der Welt, ihren Freuden und Vergnügungen, aber auch
abgetrennt von der Einheit, dem Göttlichen. Artikel lesen
Abenteuer Gnosis
22.10.2008 von Chistiane Beyer
Kürzlich las ich einen Artikel in einer der neu aufstrebenden
Wellness-Zeitschriften, der mit einem Zitat von Lizz Hirn, einer
Philosophin und Künstlerin, begann: "Jedes Abenteuer ist nur
eine Entscheidung von dir entfernt." Es folgten Kurzberichte
über Motorradfahrten von Schottland nach Südafrika,
Abenteuerurlaube im Dschungel und ein Artikel "Allein gegen den
Wind" - über Dee Caffari, eine Frau, die bereits zweimal die
Welt umsegelt hat. Artikel lesen
Der Zwang der Zeit
27.08.2008 von Dr. Klaus Bielau
Warum tun wir uns so schwer, in der Gegenwart zu leben?
Warum ist all unser Trachten das Morgen und die Tage hinter dem Morgen -
und nicht das so einfache Heute?
Ja, wir, die wir aufwachsen in einer Kultur der Angst,
und erfahren haben, wie Angst Angst gebiert
als DIE Sprache des Irrtums,
können selber nicht anders als ängstlich sein;
Angst und Sorge um den morgigen Tag,
um die Tage danach, um das kommende Jahr. Artikel lesen
Harry Potter und das "Gleis 9 3/4"
23.07.2008 von Rita Lippert
Harry Potter ist ein Junge, der bei einer "Muggelfamilie"
aufwächst. Er bekommt eine Einladung nach Hogwarts, der Schule, an
der man Zaubern lernt. Der Zug dorthin fährt auf "Gleis 9
3/4" ab. Für normale Augen gibt es dieses Gleis gar nicht. Um
es zu erreichen, muss man durch eine Mauer gehen, die zwischen Gleis 9
und 10 liegt. Artikel lesen
"Ich weiß nichts, ich kann nichts... aber aus mir wird auch
noch was!" Angst - die Tür zu einem neuen Seinszustand
16.07.2008 von Burkhard Lewe
Als ich mit dem Fahrrad durch die Bahnunterführung fahre,
fällt mein Blick auf ein Graffiti, das dort in roter Farbe gesprayt
wurde:
"Ich weiß nichts,
ich kann nichts,
ich bin nichts,
aber aus mir wird auch noch was!"
Artikel lesen
Demut des Blicks
09.07.2008 von Peter Hildebrandt
Unter diesem Titel las ich vor einigen Jahren einen Text der
italienischen Schriftstellerin Susanna Tamaro: ...man muss die Demut
haben, immer wieder zu fragen, was tue ich hier, und jedes Mal keine
Antwort darauf wissen. Man muss den Mut haben, sich nicht von der Macht
erfassen zu lassen, sich niemals erhaben und besser als alle anderen zu
fühlen, die um uns herum sind. Man muss sich eben die Demut des
Blicks bewahren. Artikel lesen
Russisches Erbe
von Elena Vasenina
Vor einigen Monaten entstand vor meinem inneren Auge während einer
kinesiologischen Behandlung ein wunderschönes und rätselhaftes
Bild. Ich sah eine Bergkette, die sich in einem großen Kreis
schloss. Die Gipfel hatten unterschiedliche Höhen, manche waren im
Nebel versunken, andere lagen klar und sonnig vor mir, wieder andere
waren von Schnee umhüllt. Zwischen zwei Gipfeln im Vordergrund
stand ein frisch geschnittenes, einfaches gelbes Kreuz. Es war so nah,
dass es mir schien, ich spürte den Duft des Holzes. Dann war da
noch ein anderes Kreuz. Es war ganz klein. Zunächst verstand ich
nicht, dass dies an der Entfernung lag. Es stand auf der anderen Seite
der Bergkette. Beide Kreuze wurden von leichten Wolken umhüllt, die
goldgelb glänzten, was der Landschaft eine mystische
Atmosphäre verlieh. Artikel lesen
Mann und Frau - Verwandlung durch Hingabe
22.04.2008 von Burkhard Lewe
Nur ein Bewusstsein, das von Verzweiflung geprägt ist, kann die
Wirklichkeit erkennen.
(J. Krishnamurti)
Mehrmals in meinem Leben habe ich ein großes Gefühl der
Verzweiflung gespürt. Meist waren es Krisen in der Partnerschaft,
in der Ehe, welche in schonungsloser Weise aufdeckten: Hier treffen zwei
Menschen aufeinander, die zwar auf eine bestimmte Art eine starke
magnetische Anziehung empfinden, andererseits jedoch so
grundsätzlich unterschiedliche Denkweisen und Verhaltensmuster
zeigen, dass es immer wieder zu starken Spannungen, zu Reibereien, zu
Gefühlen der "Ver-zwei-flung" kommen muss. Artikel lesen
Ein Rätsel
08.04.2008 von Ofelia Robles
Was so viele Kriege und auch die Atombomben nicht geschafft haben,
nämlich das Bewusstsein des Menschen, die Welt und den
Entwicklungsgang der Humanität zu verändern, das gelang einem
einfachen elektronischen Haushaltsgegenstand, der Mitte des
20.Jahrhunderts Einzug hielt und seinen Thron am vornehmsten Platze des
Hauses einnahm, dem Wohnzimmer, ja sogar liebevoll in die intimen
Schlafräume transportiert wurde. Artikel lesen
"Fiat iustitia et pereat mundus"
05.03.2008 von Sabine Franke
Jemand hatte die Worte "Fiat ars et pereat mundus" mit zarten
schwarzen Buchstaben auf eine grobe, weiße Wand geschrieben. Es ist
eine Textstelle aus Walter Benjamins Buch "Über die Kunst".
Sie war plötzlich zum eigenständigen Kunstwerk geworden.
Artikel lesen
Die Furcht vor dem Neuen
27.02.2008 von Anja Döpel
Als Unterrichtseinstieg notierte ich an der Tafel: "Das Bewusstsein
bestimmt das Sein" und forderte die Schüler auf, diesen
Lehrsatz zu erläutern. Nach einer lebhaften Diskussion entfuhr es
plötzlich einem Schüler: "Moment mal, das bedeutet ja,
dass unser Leben in unseren Händen liegt, dass wir alles Bestehende
ändern können?!" Artikel lesen
Fragen und Antworten
20.02.2008 von Amay Franck
Als ich vor ein paar Tagen in die Web-Seite der Stiftung Rosenkreuz
schaute, um nachzusehen, ob es etwas Neues gäbe, kam mir
plötzlich eine Idee. Ich fragte mich nämlich, wer es wohl sein
könnte, der diese Seite anklickt und weshalb er oder sie das wohl
macht. Weshalb ich die Seite öffnete, weiß ich. Ich wollte die
neue Kolumne lesen. Sie wollen das offenbar auch. Aber warum? Das habe
ich mich gefragt. In diesem Zusammenhang kam ich auf ein Thema, das mich
schon lange beschäftigt: Artikel lesen
Wunschlos glücklich?
23.01.2008 von Amay Franck
Im Radio hörte ich eine Sendung über eine Reise nach
Ägypten. Eine Reisegruppe fuhr von Oase zu Oase und kam mit den
Menschen, die dort leben, in Kontakt. Besonders interessierten sich die
Teilnehmer offenbar für Nofretete. Immer wieder fragten sie die
ägyptischen Frauen, was sie von ihr wussten. Sie war ihnen wohl
bekannt, aber sie betonten immer wieder, dass sie einfache
Bäuerinnen seien und ein ganz anderes Leben führten.
Artikel lesen
Vom Urteilen
16.01.2008 von Anja Döpel
Da war er wieder, dieser traurige Moment: Ich hatte eine Klausur
zurückgegeben, und während die einen Schüler zufrieden
waren, glücklich strahlten oder sogar dem Nachbarn jubelnd um den
Hals fielen, schauten andere enttäuscht auf ihre Noten und ein
Mädchen weinte sogar. Alle waren wie unter einer Notenglocke
gefangen. Sie waren nicht mehr der Schüler Max oder Petra mit
bestimmten Eigenschaften, - nein, sie waren nur noch eine 2 oder eine 5
- nur noch Note. Artikel lesen
Das Leben ist wie Zeichnen ohne Radiergummi
27.09.2007 von Amay Franck
Vor ein paar Tagen fand ich neben der Kasse einer Buchhandlung einen
Radiergummi. Er trug die Aufschrift: "Das Leben ist wie Zeichnen
ohne Radiergummi". Zuerst stutzte ich, das Leben soll sein wie
Zeichnen ohne Radiergummi? Artikel lesen
Vom Geheimnis, das unbedingt entdeckt werden will
03.10.2007 von Angelika Häusler
Es war noch früh und ich war unterwegs auf meiner Jogging–Runde
durch den nahen Wald, als mir der Gedanke kam: Wie unbeschreiblich
erstaunlich und wundervoll ist doch die Natur geschaffen! Artikel lesen
Die Erlösung der Natur
19.09.2007 von Burkhard Lewe
Mein letzter Urlaubstag. Ich sitze auf einer Bank am Wattenmeer. Vor mir
eine große ebene Fläche. Das Wasser hat sich weit
zurückgezogen. Ebbe und Flut, diese beiden Gefährten,
prägen in ihrem wechselseitigen Spiel diese Küstenlandschaft.
Hat die Flut bereits eingesetzt? Vielleicht ist es der "Moment
dazwischen", der kurze Moment des Einhaltens, vergleichbar mit der
kurzen Pause zwischen zwei Atemzügen. Genau an diesem Punkt befinde
auch ich mich: zwischen Ausatmen und Einatmen. Heute ist noch Urlaub,
morgen beginnt wieder meine Arbeit. Artikel lesen
Im Hinterhof
12.09.2007 von Martin Greger
Ende der Achtziger Jahre wohnte ich Parterre in Berlin in einem
Hinterhof. Ich war damals ein ziemlicher Pflanzennarr und mein geliebtes
Fensterblatt hätte dort - bei den Lichtverhältnissen - wohl
nichts zu lachen gehabt. Deshalb besorgte ich mir sieben
Tageslicht-Neonröhren und viel Alufolie. Meiner Monstera ging es
nun prächtig und der Stromzähler drehte sich natürlich
auch fleißig. Artikel lesen
Nicht eins, nicht zwei
29.08.2007 von Angela G. Paap
Die Schüler fragten: "Wie gelangt man zum Einssein mit
Gott?" Artikel lesen
Ibn Arabi und die Graugänse
25.07.2007 von Amay Franck
Ich stand am Rand einer großen Wiese. Hunderte, vielleicht Tausende
von Graugänsen schnatterten wild durcheinander. Es war ein
ohrenbetäubender Lärm. Am nächsten Tag ging ich wieder an
die gleiche Stelle und machte eine merkwürdige Beobachtung. Mir kam
es so vor, als sei der Lärm geringer geworden, nicht leiser, aber
irgendwie weniger chaotisch. Artikel lesen
Reinkarnation? Mein Erlebnis.
18.07.2007 von Heinz Vincon
Bei Kriegsende war ich 14 Jahre alt. Unser Haus in Frankfurt war
zerbombt. Wir lebten unter sehr ärmlichen Umständen in einem
kleinen Dorf, meine Großmutter, meine Mutter, meine Geschwister und
ich. Ich half den Bauern bei der Arbeit auf dem Hof und auf den Feldern.
In dieser Zeit trat bei mir eine schwere Atemnot auf, insbesondere, wenn
das Gras frisch gemäht war und bei den Erntearbeiten. Im Jahre 1947
verschlimmerte es sich so sehr, dass jedes Atemholen zur
Kraftanstrengung wurde. Ich konnte kaum noch schlafen. Hinzu kam, dass
unsere fünfköpfige Familie nicht genug zu essen hatte.
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Solowjew und der göttliche Faden
04.07.2007 von Burkhard Lewe
12 Kinder meiner Schulklasse sitzen im Kreis zusammen. Wir tauschen die
Erlebnisse vom Wochenende aus. Ein Kind hält jeweils den
Erzählstein in der Hand, die anderen versuchen zuzuhören.
Schon nach zwei Minuten haben vier Kinder keinen Blickkontakt mehr zum
Erzählkind, beschäftigen sich mit anderen Dingen oder lassen
sich vom Stuhl fallen. Nach ca. 10 Minuten müssen wir die
Erzählrunde abbrechen, weil für ein konzentriertes
Zuhören keine Aufmerksamkeit mehr herrscht. Artikel lesen
Herr der Ringe
20.06.2007 von Bettina Löber
Es gibt Worte, die man hört oder liest, und sie treffen direkt ins
Herz! Sie haben eine Kraft, die sie nie – oder lange nicht – verlieren.
So werden sie zu Wegbegleitern für eine bestimmte Phase des Lebens
oder für immer. Ich erinnere mich an mehrere solcher
"Wegbegleiter". Einer kam zu mir durch die Verfilmung des ;Herrn
der Ringe". Artikel lesen
Selbsterfahrung
So groß bin ich.
06.06.2007 von Nele Rausch
Noch gut kann ich mich an die Mauer erinnern, die früher vor
unserem Haus stand. Wie mühsam es war, auf sie hinauf zu klettern,
und wie stolz und groß ich mich fühlte, wenn ich, endlich oben
angekommen, meine kleinen Arme hoch streckte, um zu zeigen, wie
groß ich schon war. Neulich führte mich mein Weg wieder an
diesen Ort und ich war bewegt, wie sehr diese kleine, kniehohe Mauer in
meinem Gedächtnis verankert war. "So groß bin ich!"
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Selbsterfahrung
Flugreise
13.06.2007 von Bettina Löber
Neulich, bei einer Zwischenlandung auf dem Weg in den Urlaub, saß
ich in einem der vielen Gänge des Flughafens und sah den hin und
her eilenden Leuten zu. Auf einmal ging mir durch den Kopf: Was muss ein
Mensch eigentlich alles können, um in ein anderes Land zu fliegen?
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