Frauenmystik: "Überlegungen zu Karoline von Günderodes
Apocalyptisches Fragment"
06.08.2008
"Es ist nicht zwei, nicht drei, nicht tausende, es ist Eins und
alles; es ist nicht Körper und Geist geschieden, dass das eine der
Zeit, das andere der Ewigkeit angehöre, es ist Eins, gehört
sich selbst, und ist Zeit und Ewigkeit zugleich, und sichtbar, und
unsichtbar, bleibend im Wandel, ein unendliches Leben" (15.
Fragment). Artikel lesen
Der androgyne Mensch - Noch einmal: Vom Menschenbild Jakob Böhmes
30.07.2008 von Hermann Achenbach
Im Anschluss an eine kürzlich erschienene Kolumne möchte ich
noch einen Aspekt des Menschenbildes Jakob Böhmes (*1575) darlegen,
nämlich die mikrokosmische Betrachtung des Menschen und die
Androgyn-Frage (griechisch: aner = Mann, gyne = Weib). Artikel lesen
"... dass er sich selbst lerne kennen". Vom Menschenbild Jakob
Böhmes
02.07.2008 von Hermann Achenbach
Die geistige Schau Jakob Böhmes kann unsere Gedanken stark
vertiefen. Neben seinen Betrachtungen zur Gotteserkenntnis und seinen
kosmologischen Überlegungen (s. meine Kolumnen vom Jahr 2007) hat
er ein umfassendes Menschenbild der Zukunft entworfen. Clemens von
Alexandria, der der Gnosis von Alexandrien zugerechnet wird,
konstatierte zu Anfang der Zeitrechnung in seiner Schrift, Excerpta ex
Theodoto, dass laut Theodot die Weisheit des Menschen in der Erkenntnis
besteht: Artikel lesen
Die Erkenntnis und das Heilige - Seyyed Hossein Nasr
von Bettina Löber
Vor einigen Monaten (am 21.11.2007) habe ich an dieser Stelle von
Suhrawardi erzählt, dem persischen "Meister der
Erleuchtung" aus dem 12. Jahrhundert. Als Philosoph, der das
"gegenwärtige Wissen" der geläuterten Seele besaß
und aus diesem neuen Bewusstsein heraus lehrte und schrieb, war er ein
großer Wegbereiter und blieb bis in unsere Tage unvergessen.
Artikel lesen
"Zeichen am Weg"
15.04.2008 von Roland Knecht
Zahlreiche Begegnungen mit Menschen ließen mich erkennen, dass in
praktisch jedem Individuum eine mehr oder weniger bewusste Suche nach
Vollkommenheit, nach etwas Ewigem und Absoluten wirksam ist. Und ebenso
zahlreich sind die Bücher und Texte, die von einer solchen Suche
und einer unerschütterlichen Sehnsucht Zeugnis geben, einer
Sehnsucht, die dem innerlichen Streben vieler Menschen zugrunde liegt.
Artikel lesen
Vom Strom der inneren Wahrheit
02.01.2008 von Ofelia Robles
Gotthold Ephraim Lessing (1729-1781) suchte die universelle Wahrheit,
die hinter den Religionen steht. Seine Gedanken, die er vor circa 250
Jahren nieder schrieb, können meines Erachtens auch heute noch
Wegweiser sein für alle, die tiefergehend suchen und die
spüren, dass es einen gemeinsamen Kern der Religionen gibt.
Artikel lesen
Die spirituelle Seite bei Johannes Kepler
05.12.2007 von Dr. Martin Zichner
In Regensburg und in Weil der Stadt gibt es zwei bemerkenswerte Museen,
die dem bedeutenden Astronom und Mathematiker Johannes Kepler (1571 -
1630) gewidmet sind. Er entdeckte unter anderem die Gesetze der
Planetenbewegungen und untermauerte damit das heliozentrische Weltbild
des Kopernikus. Artikel lesen
Persönlichkeiten
Begegnung mit Suhrawardi
21.11.2007 von Bettina Löber
Vor etwa zehn Jahren kam es zu meiner ersten Begegnung mit Schihab
ad-Din Yahya as-Suhrawardi (1153-1191). Sie hätte auch schon viel
früher stattfinden können, denn während meines
islamwissenschaftlichen Studiums war immer wieder von "Suhrawardi
maqtul", dem "getöteten Suhrawardi" die Rede. Mit
diesem Beinamen wird darauf hingewiesen, dass er 1191 auf Befehl des
berühmten Saladin nach einiger Zeit in Kerkerhaft umgebracht wurde.
Artikel lesen
Jakob Böhmes kosmische Vision
07.11.2007 von Hermann Achenbach
Wenn wir Gedanken erleuchteter Menschen nachsinnen, können wir
Impressionen erhalten, in denen wir wie in einem Lichtblitz einen Blick
in kosmische Zusammenhänge werfen dürfen. So geht es mir mit
Jakob Böhme, der von 1575 bis 1624 lebte. Er schreibt in einem
für uns nur schwer verständlichen Stil. Doch jede Anstrengung
lohnt sich. Es geht um Erkenntnis, um intuitive Schau, um eine Schau
"in der Weisheit Gottes". Artikel lesen
Jacob Böhme und die Tiefe der Existenz
05.09.2007 von Hermann Achenbach
Als ich die ersten Schriften von Jacob Böhme in die Hand bekam,
wusste ich nur wenig mit ihm anzufangen. Die alte Renaissancesprache
schreckte mich ab. Das lange und tiefe Bohren bei Detailaspekten machte
ihn mir unübersichtlich, unüberschaubar, zu einem Gebirge ohne
erkennbares Ziel, ohne Gipfel. Immer wieder stieß ich jedoch auf
ihn. Immer wieder das Erstaunen, dass ein Schuster im 30-jährigen
Krieg zu solch tiefem Durchschauen durchdrang. So kam es dann doch zu
einer Beschäftigung mit Jacob Böhme über Jahre hinweg mit
vielen Unterbrechungen. Artikel lesen
Grenzen der Freiheit?
22.08.2007 von Dr. Martin Zichner
Kürzlich ergab sich für mich die Gelegenheit, in Weimar das
Schillerhaus zu besuchen. Dort begegneten mir immer wieder Zeugnisse,
die das Wesen der Freiheit zum Thema hatten. Schiller gilt vielen vor
allem als Dichter der Gedankenfreiheit. Freiheit – so kam es mir vor –
hat viele, viele Ebenen und Ausdrucksformen. Artikel lesen