Erziehung von Dionysos 20 nach Chr.
Vorwort
Es fehlte nicht viel, und unsere Zeit hätte einen der wichtigsten
Künstler des
20. Jahrhunderts, Pablo Picasso, nie erlebt. Das Kind kam am 25.10.1881
in Malaga zur Welt und schien tot zu sein. Man versorgte es mit den
damals üblichen Mitteln, doch der kleine Körper blieb leblos.
Über die winzigen, eiskalten blauen Lippen kommt kein Hauch. Ein
Wesen will sich seinem außergewöhnlichen Schicksal entziehen?
Beunruhigt bemüht sich der Bruder des Vaters, Dr. Salvador Ruiz
Blasco, um das Kind. Es sieht so gesund aus, und dennoch will "der
Tod es dem Leben streitig machen". "Damals rauchten Ärzte
dicke Zigarren," erzählte Picasso. "So eine rauchte auch
mein Onkel. Er blies mir den Rauch ins Gesicht. Ich schnitt eine
Grimasse und begann zu schreien." Artikel lesen
Cezanne: Cháteau Noir
"Spiel" als Weg zur Freiheit
Welt ohne Spielraum
Der moderne Mensch ist in eine Falle gelaufen: entweder Leben oder
Reflexion, und keines mit dem anderen. Aus diesem schwierigen Stoff ist
zum Beispiel Franz Kafkas Roman "Der Prozess" gewoben, und er
kann nicht anders enden als mit K.'s Tötung. Entweder du lebst,
dann stürz dich hinein ins Leben! Oder du reflektierst dein Leben,
und zwar total, dann kannst du nicht leben, denn die Reflexion
verschlingt deine Lebensenergie ganz und gar! Und zu der in Richtung
Falle hastenden Kafka'schen Maus sagt die Katze genüsslich am
Ende: "Du musst nur die Laufrichtung ändern" und frisst
sie. (Franz Kafka, Kleine Fabel) Artikel lesen
Paul Cezanne: Pierrot und Herlekin
"Heilige Spiele" - Zum Verhältnis von Spiritualität
und Film
Was ist ein spiritueller Film? Einer, der entsprechende Themen aufgreift
oder eine filmische Form, die selber so etwas wie spirituelle
Erfahrungen - Meditation, Kontemplation, Initiation - zulässt?
Meine diesbezügliche Entwicklung begann mit einem starken Interesse
für Mythologie, wohl auch deshalb, weil sie in ihrer Bildersprache
dem visuellen Medium ohnehin nahe steht. Artikel lesen
Paul Cezanne: Ofen im Atelier
Der Künstler und das Unsichtbare - Die Bedeutung von Mythos und
Vision für eine zeitgemäße transzendente Kunst
Die Symbole der Mythologie sind nicht fabriziert; weder können sie
verordnet, erfunden noch dauerhaft unterdrückt werden. Sie sind
spontane Erzeugnisse der Psyche, ein jedes unbeschädigt die
keimende Kraft seines Ursprungs in sich tragend.
Joseph Campbell, The Hero with a Thousand Faces1 Artikel lesen
Cezanne Selbstbidnis Ausschnitt
Neuplatonismus nach der Postmoderne
"Die Organisierung der Verschiedenheiten zur Einheit, die Einigung
der Organe zum Organismus war in mannigfacher Variation immer wieder das
Ziel unserer theoretischen Untersuchungen." - Paul Klee Artikel lesen