Buddha - Shankara
Buddha-Legende
Vielleicht kennen Sie die alte Buddha-Legende: Der Erhabene hatte der
Menschheit seine Weisheitslehre geschenkt und den Anstoß für
ein neues geistiges Erwachen gegeben. Als er nun seine Arbeit beendet
und die Wohnstätten der Nacht bereits verlassen hatte, sah er, dass
zwar Millionen Nachfolger da waren, sich jedoch leider auch, gerade
infolge seines Auftretens, ein entsetzlicher und mörderischer Kampf
entwickelte zwischen dem Brahmanismus und dem Buddhismus. Die Brahmanen,
von alters her Hüter der Veden und Upanischaden und somit von
gleicher göttlicher Weisheit, waren zornig und bekämpften den
wachsenden Buddhismus mit allen Mitteln. Die Schüler Buddhas und
ihre Nachfolger hielten sich ebenso wenig zurück
Geistges Prinzip Christus Koptisch
So kam großes Leid in das Herz des Erhabenen. Er, der der
Menschheit dienen und mit unermesslicher Liebe alle retten wollte, sah
den Kampf, der um seines Namens willen geführt wurde. Da beschloss
er, zurückzukehren. Er kam zurück in die Schatten der
Todesnatur, zwölf Jahrhunderte nach seinem Hingang als Buddha; aber
nun kam er als Shankara, der Erhabene.
Roerich: Lao Tse
Shankara ist in der Tat ein Lehrer, dessen Name in der Geschichte
verzeichnet ist. Es handelt sich also nicht nur um eine Legende, sondern
auch um Wirklichkeit. Shankara lehrte die Synthese aller göttlichen
Weisheit. Er bewies, dass die Veden, die Upanischaden und die Lehren
Buddhas identisch sind und dieselben Ziele anstreben. Er zeigte das
Universelle aller Weisheitslehren auf. Als er diese Aufgabe erfüllt
hatte, verschwand Shankara, welcher der Buddha war, auf mysteriöse
Weise.
An diese Legende dachten wir in Verbindung mit der Una Sancta, der Una
Mystica, die in der Geistesschule wiederum geoffenbart ist. Denn die
Geistesschule ist eine echte Shankara-Schule, in welcher die Synthese
aller universellen Weisheit offenbar wird.
Buddha der Erleuchtete
So wie Shankara mit seinen Anhängern und Erhabenen auf Buddha
folgte, so folgte auch die Gnosis auf die Manifestation Jesu, um alle
Weisheitslehren der gesamten Weltgeschichte zusammenzufassen und als
eine herrliche Einheit zu offenbaren. Der Taoismus, der Brahmanismus,
der Buddhismus und das Christentum sind wesentlich, als Befreiungslehre
und Befeiungsweg, eins in der Gnosis. Darum erhebt sich das Rosenkreuz
über den jahrhunderte langen metaphysischen Streit und dient dem
Shankara aller Zeiten.
Text: aus dem Buch "Die Gnosis in aktueller Offenbarung: Una
Sancta" von Jan van Rijckenborgh