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Pause

Erlaube mir, nur eine kurze Zeit
Ganz dir mich zuzuwenden:
Das Werk, der schwebenden Stunde geweiht,
Ich will es später vollenden.

Tagore pause

Bin ich ferne von deinem Angesicht,
Dann find ich nicht Ruhe noch Rast,
Mein Werk, es sichtet das Ufer nicht
Im Meere der Mühe und Last.

Sein Summen und Seufzen trägt heute zu mir
Der Sommer zum Fenster herein;
Die Bienen murmeln ihr Minnebrevier
Im Tempel, dem blühenden Hain.

Oh, jetzt ist Zeit, sich der Muße zu weihn:
Ich schmiege mich ganz dir zu
Und singe dir dar mein Leben und sein
In der schweigenden, schwelgenden Ruh.

Abb.:Tagore, Rabindranath 1861 – 1941 bengalischer Dichter
Aquarell: Eli Vincon