Goethe-A

Johann Wolfgang von Goethe

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daimon

Urworte Orphisch

Dämon.
Wie an dem Tag, der dich der Welt verliehen,
die Sonne stand zum Gruße der Planeten,
bist alsobald und fort und fort gediehen
nach dem Gesetz, wonach du angetreten.
So musst du sein, dir kannst du nicht entfliehen,
so sagten schon Sybillen, so Propheten
und keine Zeit und keine Macht zerstückelt
geprägte Form, die lebend sich entwickelt. Artikel lesen

Goethe: Aus Faust I

FAUST:
Werd ich beruhigt je mich auf ein Faulbett legen,
so sei es gleich um mich getan!
Kannst du mich schmeichelnd je belügen,
dass ich mir selbst gefallen mag,
kannst du mich mit Genuss betrügen -
das sei für mich der letzte Tag!
Die Wette biet ich!
MEPHISTOPHELES: Topp! Artikel lesen

Zoroaster_1931

Goethe: Weltseele

Verteilet euch nach allen Regionen
von diesem heil'gen Schmaus!
Begeistert reicht euch durch die nächsten Zonen
ins All und füllt es aus! Artikel lesen

Goethe _WahlverwandschaftenL1070159

Goethe: aus "Wahlverwandtschaften" (Roman)

"Man mag sich stellen, wie man will, und man denkt sich immer sehend.
Ich glaube, der Mensch träumt nur, damit er nicht aufhöre zu sehen.
Es könnte wohl sein, dass das innere Licht einmal aus uns herausträte, so dass wir keines andern mehr bedürften." Artikel lesen

Goethe Erinnerung100_4355

Goethe "Erinnerung":

"Willst Du immer weiter schweifen?
Sieh, das Gute liegt so nah.
Lerne nur das Glück ergreifen,
denn das Glück ist immer da." Artikel lesen

rennes le chateau maria_magdalena

Goethe ausFaust, 2. Teil: "Chorus Mysticus:

Alles Vergängliche
ist nur ein Gleichnis;
das Unzulängliche,
hier wird's Erreichnis
das Unbeschreibliche,
hier ist's getan;
das Ewig-Weibliche
zieht uns hinan." Artikel lesen

Goethe_ Unbegrenzt100_4014

Goethe: Unbegrenzt

"Dass du nicht enden kannst, das macht dich groß,
Und dass du nie beginnst, das ist dein Los.
Dein Lied ist drehend wie das Sterngewölbe,
Anfang und Ende immerfort dasselbe,
und was die Mitte bringt, ist offenbar
das, was zu Ende bleibt und anfangs war." Artikel lesen

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Goethe: aus Die Leiden des jungen Werther

Am 6. Dezember
Wie mich die Gestalt verfolgt! Wachend und träumend füllt sie meine ganze Seele! Hier, wenn ich die Augen schließe, hier in meiner Stirne, wo die innere Sehkraft sich vereinigt, stehen ihre schwarzen Augen. Hier! Ich kann dir's nicht ausdrücken. Mach' ich meine Augen zu, so sind sie da; wie ein Meer, wie ein Abgrund ruhen sie vor mir, in mir, füllen die Sinne meiner Stirn.

Was ist der Mensch, der gepriesene Halbgott! Ermangeln ihm nicht eben da die Kräfte, wo er sie am nötigsten braucht? Und wenn er in Freude sich aufschwingt oder im Leiden versinkt, wird er nicht in beiden eben da aufgehalten, eben da zu dem stumpfen kalten Bewusstsein wieder zurückgebracht, da er sich in der Fülle des Unendlichen zu verlieren sehnte? Artikel lesen

Mond

Goethe: Deutsch Jahres- und Tageszeiten

Nun im östlichen Bereiche
ahn ich Mondenglanz und -glut,
schlanker Weiden Haargezweige
scherzen auf der nächsten Flut.
Durch bewegter Schatten Spiele
zittert Lunas Zauberschein,
und durchs Auge schleicht die Kühle
sänftigend ins Herz hinein. Artikel lesen

MM04Mary Magdalene Penitent. By Domenico Feti. 1615

Selige Sehnsucht

Sagt es niemand, nur den Weisen,
weil die Menge gleich verhöhnet:
Das Lebend'ge will ich preisen,
das nach Flammentod sich sehnet. Artikel lesen

Goethe_leiden WertherRunge Bettina 11.07.2007 044

Goethe: Eins und alles

Im Grenzenlosen sich zu finden,
wird gern der einzelne verschwinden,
Da löst sich aller Überdruss;
statt heißem Wünschen, wildem Wollen,
statt läst'gem Fordern, strengem Sollen,
sich aufzugeben, ist Genuss. Artikel lesen

Prometheus,_Atlas_und_Ethon.jWikipedia.pg

Prometheus

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
mit Wolkendunst!
Und übe, Knaben gleich,
der Diesteln köpft,
an Eichen dich und Bergeshöhn!
Musst mir meine Erde
doch lassen stehn,
und meine Hütte,
die du nicht gebaut,
und meinen Herd,
um dessen Glut
du mich beneidest. Artikel lesen

Goethe Bluetenregen100_4911

Goethe: Dauer im Wechsel

Hielte diesen frühen Segen
ach, nur eine Stunde fest!
Aber vollen Blütenregen
schüttelt schon der laue West.
Soll ich mich des Grünen freuen
dem ich Schatten erst verdankt?
Bald wird Sturm auch das zerstreuen,
wenn es falb im Herbst geschwankt. Artikel lesen

Goe_Wanderers Nachtlied

Wandrers Nachtlied

Der du von dem Himmel bist,
Alles Leid und Schmerzen stillest,
Den, der doppelt elend ist,
Doppelt mit Erquickung füllest,
Ach, ich bin des Treibens müde,
Was soll all der Schmerz und Lust?
Süßer Friede,
Komm, ach komm in meine Brust! Artikel lesen

Goe_Brief an Gräfin_Diana Aktaeon

Aus einem Brief an Gräfin Auguste zu Stolberg:

Alles gaben Götter, die unendlichen,
Ihren Lieblingen ganz,
Alle Freuden, die unendlichen,
Alle Schmerzen, die unendlichen, ganz. Artikel lesen

Goe_Gesang der Geister_jur gletscher

Gesang der Geister über den Wassern

Des Menschen Seele
Gleicht dem Wasser:
Vom Himmel kommt es,
Zum Himmel steigt es,
Und wieder nieder
Zur Erde muss es,
Ewig wechselnd. Artikel lesen

Goe_kopht_lied

Kophtisches Lied

Geh! gehorche meinen Winken,
Nutze deine jungen Tage,
Lerne zeitig klüger sein:
Auf des Glückes großer Waage
Steht die Zunge selten ein;
Du musst steigen oder sinken,
Du musst herrschen und gewinnen,
Oder dienen und verlieren,
Leiden oder triumphieren,
Amboss oder Hammer sein. Artikel lesen

Goe_Harzreise

Aus „Harzreise im Winter“

Aber abseits, wer ist’s?
Ins Gebüsch verliert sich sein Pfad,
Hinter ihm schlagen
Die Sträuche zusammen,
Das Gras steht wieder auf,
Die Öde verschlingt ihn. Artikel lesen

Goe_Distichon_Schoenheit

Distichon „Das Göttliche“

Wäre sie unverwelklich, die Schönheit, ihr könnte nichts gleichen,
Nichts, wo die Göttliche blüht, weiß ich der Göttlichen gleich.
Ein Unendliches ahndet, ein Höchstes erschafft die Vernunft sich;
In der schönen Gestalt lebt es dem Herzen, dem Blick. Artikel lesen

Goe_Gegenwart_Sonne_100_4377

Gegenwart

Alles kündet dich an!
Erscheinet die herrliche Sonne,
Folgst du, so hoff’ ich es, bald. Artikel lesen

Sei du im Leben

Sei du im Leben wie im Wissen
Durchaus der reinen Fahrt beflissen;

Sei du im Leben

Sei du im Leben wie im Wissen
Durchaus der reinen Fahrt beflissen;
Wenn Sturm und Strömung stoßen, zerrn,
sie werden doch nicht deine Herrn;
Kompass und Polstern, Zeitenmesser
Und Sonn und Mond verstehst du besser,
vollendest so nach deiner Art
mit stillen Freuden deine Fahrt.

Foto: Hermann Achenbach

Tempel in Weimar an der Ilm

Tempel in Weimar an der Ilm

Das Göttliche

Edel sei der Mensch,
Hilfreich und gut!
Denn das allein
Unterscheidet ihn
Von allen Wesen,
Die wir kennen. Artikel lesen